In Ankündigungen und Werbung für Parties wird oft viel versprochen, aber ob das auch gehalten wird, ist auf einem ganz anderen Blatt niedergeschrieben. Oft werden Adjektive wie “dekadent”, “erotisch”, “bizarr”, “ausschweifend”, “orgiastisch”, “luxuriös” durch die Gehirne der Leser/Rezepienten dieser Werbung geschwungen. Natürlich entstehen als Reaktion auf diese dahergeschossenen Adjektive gewisse Assoziationen. Diese ziehen natürlich auch gewisse Ansprüche mit sich. Genau da liegt für mich der Hund begragen. Für mich, zum Beispiel, liegt die Messlatte sehr hoch. Was wirklich diesem Wurm an Adjektiven gerecht werden will, muss viel bieten. Eine Tanzfläche, laute Musik und Getränke reichen bei mir noch lange nicht. Eine gute Fetishparty muss vor allem folgendes aufweisen:
- Musik/DJ immer gut, auch wenn nicht getanzt wird.
- Tanzfläche, klar wenn es eine Tanzparty ist. Dann bitte auch gross genug.
- Eine anständige Lounge Area. Wer hohe Hacken trägt, der will sich gepflegt ausruhen und stilvol einen Drink nippen und vielleicht auch was nebenher knabbern. Wenn es dazu noch Betten gibt, dann ist dies höchst erfreulich und wunderbar. Goldmedaille.
- Catering. Dass heisst hochwertige Speisen. Herzhaft und süss. Am schönsten ist es auf ein bürgerliches Büffet zu verzichten und die Speisen von hübschen Menschen verteilen zu lassen. Ist nun einmal nicht so abgetakelt wie das rumstehen am Büffet. Dagegen hab ich ja mittlerweile eine Allergie. Ich zahle auch gerne mehr, um diesen Komfort und diesen Luxus geniessen zu dürfen. Übrigens, wer Pappteller zum Büffet gesellen lässt, der hat ganz verloren. Bitte tut euch das nicht an, liebe Veranstalter.
- Ambiente: Partykellerstimmung mit herumstehenden Spielzeugen/Werkzeugen/Möbeln sind nicht gerade das Gelbe vom Ei. Wenn es grad keine edle Lounge oder ein schicker Club mit angeschlossener Lounge sein soll, dann bitte mit Phantasie die Location aussuchen. Sauber, elegant und irgendwie verrucht/mondän soll es sein.
- Leute: Parties, an denen man nur phantasievoll gekleidete tolle Leute trifft, sind doch immernoch die Schönsten. Phantasie kann, muss aber nicht viel Geld kosten. Einfach nur über den Tellerrand denken und schon sprudelt es doch schon aus dem Hirn und man hat was schönes am Leib, ohne anbiedernd auszusehen. Die Doorbitches lauern überall. Man geht doch aus, um bei diesem Nachtlebenszirkus mitzumachen. Sehen und gesehen werden ist zwar oberflächlich, doch mit Ideen im Kopf und einem witzigen Plan kann man mit wenig Geld trotzem was reissen und damit auch Köpfchen beweisen. (Nicht oberflächlich) In meinen Augen sind gute Fetishparties die moderne Variante des guten, alten Maskenballs. Ausschweifend, frivol und sehr, sehr spassig.
Bisher gibt es eine Partyreihe, welche viele dieser Kriterien entspricht und somit auch einen sehr konsequentes Gastgeberteam aufweisen kann. Die Blackblood Playparties in Dortmund sind wirklich empfehlenswert. Wie man da reinkommt? Am besten man wird von einem der Gastgeber angesprochen. Es ist nämlich nur handverlesenes Publikum anwesend. Klingt elitär, ist es vielleicht auch. Aber andererseits sorgt eine solche Gästepolitik für diese ganz spezielle unglaublich intime und ausschweifende Atmosphäre. Und der Umkleideraum mit Sektpulle im Silbereimerchen ist so unnachahmbar genial. Das ist Luxus!
Also, du willst auf eine solche Party? Dann einfach mal auf der Bitch Ball, auch vom selben Team ausgerichtet, blicken lassen (www.bitchball.de). Dort einen guten Eindruck machen und Spass haben - dann sollte dem Spass in Dortmund nichts mehr im Wege stehen. Die Bitch Ball übrigens, vor allem als Tanzparty, muss ich an dieser Stelle natürlich mit erwähnen. Vor allem die Lounge im Düsseldorfer Gleiswerk mit den leckeren Drinks und den guten Speisen hat es mir angetan. Das Publikum ist wie immer klasse.
Genauso muss ich auch die Tanz und Schmerz II Party von Kinky Beats lobend erwähnen. Lauter tolle Leute und herrliche Musik. Vor allem, weil das Ganze auch noch in einem Schloss stattfand. Da steh ich ja drauf.
Und wer wie beim German Fetish Ball auch noch einen eigenen Poolraum bieten kann, der ist sowieso ein cooler Veranstalter. Mehr Pools braucht das Latexland. Schliesslich ist es ein erquickliches Gefühl, gummiert baden zu gehen.
Glibber!