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Kulinarische Kuriositäten

Hier präsentiert ein Fachmann für kulinarische Kenner eine neue Mischung für den Genuss nach der Zahn-Op. Wer mag nicht gerne seinen Broiler/Brathahn/Gummiadler mit einem glas Cola runterspülen. Doch wenn man seinen Kauapparat momentan nicht nutzen kann, hilft diese neue Errungenschaft weiter.

Ich präsentiere, Cochicken:

Chicken chicken, chicken chicken chicken, chicken.

Lieder, die das Herz erfreuen

Ich höre im Büro ja immer den Inselaffenfunk BFBS.

Manchmal kommt man dann in den Genuss gute, alte Songs zu hören,

die längst nimmer vom Formatradio beachtet werden. Zum Beispiel:

Your Woman - Whitetown (1997)

Genialer, simpler Track mit Text aus Frauensicht, vom Kerl gesungen - süsser Refrain mit dem imperialen Marsch aus Star Wars drinne. Inklusiver süsser Beeps und Squeeks. Schon damals, als das rauskam, hab ich dieses Lied geliebt.

Ob es wirklich okay ist…

…entscheide immernoch ich! (Frauenzeitschrift zum 2ten)

Höhö, also eine bekannte Frauenzeitschrift hat immer diese Rubrik mit Erhebungen von ihrer Webseite. Es wird danach gefragt, ob eine gewise Tat/Handlung/Einstllung/Wasauchimmer “okay” ist. Interessant, aber es kommen manchmal Blüten zum vorschein, dass ich mit dem Kopf schüttel.

Hier und Heute werde ich die Highlights der aktuellen Umfragen (es soll immer mit ja oder nein geantwortet werden.)

Ist es okay ein Kind von einem Mann zu wollen, den man nur vom Foto kennt?

70 % Ja - 30% Nein

Sachmal, sind das alles Hippen die es nur auf gute Gene (kann man die auf einem Foto wirklich sicher feststellen?) abgesehen haben? Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Lieber die Samen von nem unbekannten Hübschen erkaufen/erhaschen als eventuell eine unwollte Beziehung für ein Baby eingehen. Oder man ist in einer Frauenbeziehung und will Nachwuchs. Alles fit.

ABER irgendwie finde ich die Frage an sich sehr komisch gestellt.

…spontan eine Blume aus Nachbars Garen zu stibizen.

50 % ja - 50 % nein.

Irgendwie kitschig. Klar klaut man als kleines Kind Obst und sonstiges vom Nachbarn, aber auf die Idee käme ich nicht. Ausserdem riecht die Frage so nach Ballonfahrer. (Was das ist? Die Antwort findet sich in meinem Blog.) Oder Hippie. Schlagt mich und beisst mich, ich hab da das Bild eines “spontanen” Menschen der die Blume mopst, diese zwischen die Beisser klemmt und dem/der Liebsten nen spontan-lustigen Heiratsantrag macht.

Lieber Wiesenblumen pflücken. Da ärgert sich keiner und es ist dann für echte Hippies authentischer.

Andererseits ist eine geklaute Rose aus Nachbars Garten vielleicht ungiftiger als eine Rose vom Blumenladen. Und auch politisch korrekter. Ach, geh der Hund drauf sein Geschäft erledigen!

Apropos Hund:

…seinen Hund , wie es jetzt eine südkoreanische Firma anbietet, klonen zu lassen?

5 % Ja - 95 % Nein

Sehr schön. Dann lässt sich der garstige Klopper vom Problemviertel seinen Kampfhund immer klonen. Am besten, bis er ein Rudel hat. Sehr geil.

Klonen? Gruselig.

Und last, but not least:

…einen Mann zum Essen einzuladen und als Gegenleistung Sex zu fordern?

37 % Ja - 63 % Nein

Ja, was spricht dagegen? Vor allem würden sich so einige hungrige, gimbrige Männer doch freuen. Und die Hodenträger üben diese Praxis doch schon lange aus. Ich finde die Idee cool. Und man kann sicher gehen, dass der Laden auch wirklich nach dem persönlichen Geschmack ist. Man hat die Macht des Bezahlens und man kann ungeniert essen, was man will.

Und selbst wenn es sich nicht um Sex handelt, ich lade lieber menen Mann ein. Ich sehe gerne die Gesichter in manchen Lokalen, wenn ich dann die Rechnung verlange und dann auch noch ein fettes Trinkgeld gebe. Muahahahah!

Halbwegsgut

Wie bereits die gute Viktoria (siehe Blogroll) erwähnt hat, Frauenzeitschriften leiden an einem Mangel an Spannung und gutem Inhalt. Immer dieselbe Sauce wird uns zu verschiedenen saisonalen Gerichten serviert. Die Jeans-Special zum Frühjar und Herbst sind bereits ein Grund ein Heft mal liegen zu lassen. (Meine Meinung zur Blue-Jeans-Seuche in der moderelevanten Damenoberbekleidungsschiene sollte hinlänglich bekannt sein, oder wenigstens aus diesen Zeilen entnehmbar sein.) Genauso wie ich diese dämlichen, immer wiederkehrenden Deutungsversuche für Damen bezüglich des Hodentragenden Geschlechts nimmer leiden kann. Das ist doch alles eine immer wieder hochgekochte Sauce, die langsam fad wird.

1. Männer und Frauen - schon allein dieses Thema macht mich kirre. Ehrlich gesagt, unterscheide ich auf der sozialen Schiene gar nicht erst zwischen denen wo unten was rauskommt und denen wo unten etwas eingestülpt ist, aber obenrum zwei Sachen rauskommen. Okay, es gibt auf jeder “Seite” eben diese grad erwähnten, verschienenen physikalische Ausformungen, jedoch ist dies sowas von irrelevant, solange es sich nicht um potenzielle Bettpartner und meiner Stimmung diesbezüglich handelt. Sex is Sex und Leben ist Leben. Wir sind alles Menschen und haben es im 21. Jahrhundert nimmer nötig uns wie Hampelmänner aus der Unterstufe zu benehmen. Ich darf doch bitten! Solche Spekulationen über “was Männer wollen” und “wie sollte SEINE Traumfrau sein” sind auf dem Niveau eines Pornoregisseurs aus der Vorzeit. In Bayern.

Notiz am Rande: Auf meien Mann trifft der ganze Aufwasch sowieso nicht zu, da dieser wohl aus einer ganz aderen Dimension stammt - so scheint es mir auf jeden Fall. Dafür treffen so manche dieser spekulativen Ausgüsse mehr auf mich und meine Freundinnen zu. (Zu Hülf!)

2. Reiseberichte. Wie oft wurde schon in Frauen- und Mädchenzeietschriften die Stadt Barcelona rauf und runter gepriesen. Ich habe mir sagen lassen, das ist wohl berechtigt. Doch wird es langsam langweilig sehr oft ähnliche oder die gleichen Destinationen in verschiedenen Publikationen angepriesen zu bekommen. Ausserdem hat kaum ein Mensch die Zeit oder auch das Geld jeden Monat hierhin oder dorthin zu reisen. Kulturberichte aus der Ferne mit kleinen touristmusbezogenen Randnotizen wären derweil viel interessanter. Oder, wenn es Reiseberichte sein sollen, dann wären ungewöhnliche, oder auch regionalere Ziele von mehr Interesse.

3. Langwierige und langweilige Photostrecken. Verrenkte Knochelutschermodels und komische Klamotten die selten ansprechend aussehen. Da erinnere ich mich ganz wehmütig an Modestrecken aus den 90ern. Vor allem aus Teenieheften für Mädchen. Da gab es eine Zeit lang richtig geniale Klamotten auf klaren Bildern zu sehen. Man konnte sich den Schnitt und die Konsitenz der Klamotten anständig vor Augen führen und musste den Blick nicht nach der “Vision” eines überbewerteten Modefotografen richten. Wenn ihr Klamotten verkaufen wollt, dann zeigt doch bitte die Ware und kein Artsyfartsy.

Ansonsten, es gibt auch positives zu erwähnen. Die Zeitschrift mit dem grossen “G” hat sporadisch ziemlich geniale Artikel in seinen Seiten versteckt. Sei es der Bericht über “Knitta, please” (Siehe Links), oder auch die Empfehlung das neue Album von Hirnrapper Saul Williams zu kaufen. Potenzial ist auf jeden Fall irgendwo versteckt. Genauso ist eine Zeitschrift für kulturliebende Damen (30+) nicht selten für wirklich gute Modestrecken und tolle Artikel zu haben. Macht weiter so und hört auf in dem Einheitsbrei zu rühren. Es nervt. Vor allem, der Markt ist überschwemmt und diese amorphe Masse an fast gleichklingenden Medien (die anvisierte Zielgruppe macht kleine Unterschiede in Aufmachung und Verpackung aus) tut uns Lesern und den Machern auf lange Sicht nicht gut.

Fetish Evolution, oder die Berauschung in Gummi

Weisse Ostern, ein Bikinishooting und ein Catwalk mit geringer Knochenlutscherdichte -

so war für mich die Fetish Evolution 2008. Am Karfreitag bauten meine liebe Kollegin Sophie und ich mittags den Stand auf, den wir Samstag und Sonntag für meinen Brötchengeber betreuten. Danach gings ins frische Hotelzimmer - oh wie fein ist frisch gepresster Linnen auf der verschwizten Haut - duschen, umziehen und ausruhen - bis um 18 Uhr das Models und Makers Treffen begann. Zur Hälfte aufgebrezelt, die andere Brezelhälfte wollten wir ja noch für die Playparty aufheben, staksten wir dann etwas ausgeruhter in die Hotelbar. Dort konnte dann nach herzenslust Geraucht, getratscht und gestrunken werden. Modelle und Macher tummelten sich umeinander herum, bis die ganze Baggage in den ersten Stock verfrachtet wurde. Schön und gut, dort oben gabs kaum Sitzgelegenheiten und der Sekt machte die Tatsache des Rauchverbotes auch nicht wett. Also wieder runter, nachdem die minimale Gesichtspflege hinter uns war. Unten noch ein wenig getratscht und dann wieder ab in die Brezelbude. Schminken, gummieren.

Die Playparty an sich - nett, schokoladig und TORTE. Schonmal ein guter Anfang. Und ich muss sagen, ein Vodka Bull mit Marzipantorte ist auch nicht zu verachten. Süss, supersüss, lecker. Die Schokospiesse waren etwas lang geraten, da hat man sich beim Essen dieser Delikatesse dann etwas vollgesabbert mit der guten Schokolade. Sehr sexy.

Die Preparty an sich - geil, gute Musik, viele, viele liebe Menschen und viel Alkohol. Viel besser als die vom letzten Jahr in dem ungemütlichen Stripschuppen ohne gute Sitzgelegenheit. Lounges braucht die Frau, damit sie zwischendurch wieder kräftig rumhüpfen kann auf den 19 cm Hacken.

Das Dinner - eine einzige römische Orgie. Was mit einem gesitteten Dinner begann, endete in einem Wirrwarr aus Körpern und Gelüsten - Amerikanischer Art zumeist. Zu meinem Leidwesen, war zur Party nach dem Dinner der Hauptraum gar nicht mehr dieser gemütliche, plüschige Raum vom Vorjahr. Plötzlich waren beide Räume “Bollerareas”. Letztes Jahr konnte man zu eher lockeren Sounds auf dicken, fetten Sofas abchillen und auf einer kleinen Tanzfläche hin und wieder den Körper zu leichter, flockiger Mucke bewegen. Fehlanzeige. Bum Bum. (Wenn man Fressnarkose hat und schmerzende Füsse, dann will man keine Technomusik. Bei aller Liebe nicht.) Also war das ein Minus. Die Jungs und Mädels von der Fabbricca Italiana in Essen sollen diesen Gemütlichen Tanzloungeraum für nächstes Jahr wieder aufleben lassen. Bitte!

Mein Report zur Hauptparty folgt. Pieeeeeep….

Knochenlutscherillusionen

Gestern sass ich mit einem Kumpel im Café. Dort durfte ich dann, als dieser länger telefonierend auf dem Klo verschwand, einem Gespräch zweier attraktiver Damen lauschen. Beide sehr schlank, gutaussehend, der Kleidung und den Erzählungen nach erfolgreich im Leben stehend. Doch glücklich und zufrieden klang nur eine. Ihre Freundin hörte ich sehr lange über ihre Figur lamentieren. Hätte ich als Blinde mit dem Krückstock zugehört, hätte ich mir die Sprecherin als klar übergewichtig oder zumindest Pummelig vorgestellt. Doch die Frau, die diese klagenden Worte über angeblicher Fettleibigkeit und ähnlich orientierten Äusserungen über sich selbst sprach, war eine Schönheit. Eine Person wie diese Frau hätte einige Chanchen bei dieser Topmodel-Show mitzumachen. Größe und Körperbau hätten astrein gestimmt. Dazu schöne Haare und ein hübsches Gesicht.

Kann mir jemand mal erklären, wie krank die Welt geworden ist, in der schöne, schlanke Frauen sich für fett und hässlich halten?

Natürlich könnte man oberflächlich was von Psychiatern sagen, aber irgendwoher hat sich die Dame wohl diesen Hirnvirus eingefangen. Da frag ich mich als normalgewichtige, kleine Frau, warum dieser Bug bei mir noch nicht so ausgeprägt ist? Jede Frau hat irgendwo einen kleinen oder größeren Figurtick. Aber jemand, der wirklich und wahrlich dem angeblichen “Schönheitsideal” entspricht, sollte doch zufrieden sein. Denkt man. Es scheint jedoch, dass solche Ideale gemeine Trugbilder sind, denen selbst die äusserlich “Perfekten” verfallen.

Achja, zur Evolution kommt noch was. Bitte warten…. pieeeep

Fetish Evolution 2008

Alle Jahre wieder, da kommt der Osterhase auf High Heels und in Gummi gewandet daher. Zumindest in Essen. Die Parties waren wie immer sehr amüsant und voller lieber Menschen, die Shows super (viel Bondage!!!) und dass ich mein Laufstegdebut hatte, setzte dem ganzen die Krone auf. Es war echt genial mit euch Tolllkirschen!

Ausführlichere Berichte folgen noch, hier aber ein schönes Bild von mir beim Glitterschmeissen am Ende der Tolllkirsche Show. Danke Bommi, für das schöne Bild. (http://www.picturerail.de)

Die Hippe auf dem Laufsteg, aber ohne Gummi!

Achja, und keine Spur von Knochenlutschern auf diesem Runway.

Knochenlutscher!

Hallo Knochenlutschergöttin,

ich habe in einem Magazin deinen Brief an deine Opfer gelesen. Ob ich lachen, oder weinen sollte - das wusste ich ehrlich gesagt gar nicht. Was ich aber weiss, ist dass du mich niemals in deine Finger bekommen wirst. Da ist mein Schweinehund schon zu gross, haarig und bezahnt dafür. Vor diesem hast du nämlich Angst. Du magst bestimmt vielleicht denken, ich wäre eine fette (S)(Fr)au. Glaube dies gerne, während ich lieber Martinis schlüftend auf Parties herumlaufe und genügend Aufmerksamkeit und Freude habe, ohne dass meine Rippen durch meine Gummikleider sichtbar sind. Wenn ich nackt vor dem Spiegel stehe, sehe ich die Rippchen dann doch. Aber das reicht mir auch schon. Meine anderen Knochen sollen bitte nicht so öffentlich im Raume stehen. Dafür ist mir die Gaumenfreude doch zu wichtig. Was wäre ein erfülltes Leben ohne Torte? Ohne Schokolade, Cocktails, Pasta und manchmal auch Teufeleien wie Burger? Für eine Knochenlutschergötzin wie dich würde ich niemals eine Schwarzwälder Kirschtorte stehen lassen. Es gibt nämlich nichts schöneres, als nach einem sonnigen Tag in den Bergen - nach viel Kraxelei und Lauferei in einer gemütlichen Gaststätte ein Stück Schwarzwälder mit einem Glas Sekt zu geniessen. Das ist nämlich die gute, alte Ausgeglichenheit. Anstrengung ist gut, Muskeln sind toll, doch diese wollen gefüttert und auch manchmal mit Kalorienbomben am Leben erhalten werden. Das ist gesund. Das hat nichts mit fett oder schwach zu tun. Das ist das Leben, liebste Schutzpatronin aller Biologieklassenzimmerskelette und auch dessen Lookalikes. Wer lebt, der sieht eben nicht aus wie ein Skelett. Skelette haben mit dem Tod zu tun. Skelette jagen Kindern Angst ein. Skelette kann man sich zu Halloween ins Zimmer hängen. Doch so aussehen sollte ein lebendiger Mensch nicht.

Natürlich möchte ich schlank sein und schlank bleiben. Den Schweinehund hab ich nämlich gut dressiert mittlerweile. Ich war näcmlich einmal richtig übergewichtig, doch bin ich dir nicht zum Opfer gefallen. Dafür ist mein Weg mit zuviel Schokolade und Linzertorten gepflastert. Nur kleiner sind diese geworden. Der Genuss aber, dieser bleibt. Dafür wiege ich 20 Kilo weniger und habe keinen Tag irgendwie dafür leiden müssen.

Eine Partyhippe wie ich muss essen, damit sie auch auf der nächsten Party fröhlich durchmachen kann. Mir dir, liebe Magersucht, geht das nicht so gut. Sonst lande ich noch im Irrenhaus oder auf dem Cover der Vogue. Beides irgendwie komisch. Klar, letzteres hat viel Glam-Faktor - doch was müsste ich dafür meine Seele verbiegen. Das ist es mir nicht wert. Glamour habe ich nämlich genug im Leben. Und um meine Figur gesund und hübsch zu halten, bedarf es keine Radikalmethoden und Selbstbestrafungszenarien, die du vorschlägst. Da gehe ich lieber ins Fitnesstudio, kicke meine Endorphine hoch und freu mich meinen Körper auf positive Weise formen zu können. Ich habe einen verdammt langen Weg von “Kügelchen” oder “Koloss von Rhodos” zu schlank aber schön kurvig mit rundem Po und schön kleiner Taille hinter mir. Ohne deine “Hilfe”. Meine Brüste bestehen noch mit fast 30 den Bleistifttest. Ohne straffes Fettpölsterchen drunter wären das nur Schläuche. Du bist überflüssig in meinem Leben. Eine Freundin wirst du sowieso bestimmt nicht. Kann man mit dir des Nächtens durch die Bars ziehen und die Cocktailkarte rauf und runter trinken? Nein. Du willst lieber mit mir aufs Klo und Kotzen. Das ist nicht sexy. Das kann ich übrigens auch ohne deine Hilfe, wenn ich mal wieder nen Magendarmvirus habe. Und dagegen gibt es Medikamente. Du erscheinst mir eher wie eine Gehirngastritis.

Achja, und als eigentliche Göttin kann ich dich sowieso niemals anerkennen. Denn für mich gibt es nur einen Gott: das Fliegende Spaghettimonster. Seine nudeligen Anhängsel bewahren mich und meinen Körper vor deinen Anmachen.

Also, zieh Leine und lass dich hier nie wieder blicken. Falls doch, mach dich darauf gefasst, dass ich dir die Al Kalorida auf den Hals hetze. Diese langhaarigen Kalorienbombenleger sind tückischer als du es jemals sein wirst.

Fettige, Kalorienhaltige Grüsse aus dem Reich der Genüsse

Alia

Konsequenz wird belohnt

In Ankündigungen und Werbung für Parties wird oft viel versprochen, aber ob das auch gehalten wird, ist auf einem ganz anderen Blatt niedergeschrieben. Oft werden Adjektive wie “dekadent”, “erotisch”, “bizarr”, “ausschweifend”, “orgiastisch”, “luxuriös” durch die Gehirne der Leser/Rezepienten dieser Werbung geschwungen. Natürlich entstehen als Reaktion auf diese dahergeschossenen Adjektive gewisse Assoziationen. Diese ziehen natürlich auch gewisse Ansprüche mit sich. Genau da liegt für mich der Hund begragen. Für mich, zum Beispiel, liegt die Messlatte sehr hoch. Was wirklich diesem Wurm an Adjektiven gerecht werden will, muss viel bieten. Eine Tanzfläche, laute Musik und Getränke reichen bei mir noch lange nicht. Eine gute Fetishparty muss vor allem folgendes aufweisen:

- Musik/DJ immer gut, auch wenn nicht getanzt wird.

- Tanzfläche, klar wenn es eine Tanzparty ist. Dann bitte auch gross genug.

- Eine anständige Lounge Area. Wer hohe Hacken trägt, der will sich gepflegt ausruhen und stilvol einen Drink nippen und vielleicht auch was nebenher knabbern. Wenn es dazu noch Betten gibt, dann ist dies höchst erfreulich und wunderbar. Goldmedaille.

- Catering. Dass heisst hochwertige Speisen. Herzhaft und süss. Am schönsten ist es auf ein bürgerliches Büffet zu verzichten und die Speisen von hübschen Menschen verteilen zu lassen. Ist nun einmal nicht so abgetakelt wie das rumstehen am Büffet. Dagegen hab ich ja mittlerweile eine Allergie. Ich zahle auch gerne mehr, um diesen Komfort und diesen Luxus geniessen zu dürfen. Übrigens, wer Pappteller zum Büffet gesellen lässt, der hat ganz verloren. Bitte tut euch das nicht an, liebe Veranstalter.

- Ambiente: Partykellerstimmung mit herumstehenden Spielzeugen/Werkzeugen/Möbeln sind nicht gerade das Gelbe vom Ei. Wenn es grad keine edle Lounge oder ein schicker Club mit angeschlossener Lounge sein soll, dann bitte mit Phantasie die Location aussuchen. Sauber, elegant und irgendwie verrucht/mondän soll es sein.

- Leute: Parties, an denen man nur phantasievoll gekleidete tolle Leute trifft, sind doch immernoch die Schönsten. Phantasie kann, muss aber nicht viel Geld kosten. Einfach nur über den Tellerrand denken und schon sprudelt es doch schon aus dem Hirn und man hat was schönes am Leib, ohne anbiedernd auszusehen. Die Doorbitches lauern überall. Man geht doch aus, um bei diesem Nachtlebenszirkus mitzumachen. Sehen und gesehen werden ist zwar oberflächlich, doch mit Ideen im Kopf und einem witzigen Plan kann man mit wenig Geld trotzem was reissen und damit auch Köpfchen beweisen. (Nicht oberflächlich) In meinen Augen sind gute Fetishparties die moderne Variante des guten, alten Maskenballs. Ausschweifend, frivol und sehr, sehr spassig.

Bisher gibt es eine Partyreihe, welche viele dieser Kriterien entspricht und somit auch einen sehr konsequentes Gastgeberteam aufweisen kann. Die Blackblood Playparties in Dortmund sind wirklich empfehlenswert. Wie man da reinkommt? Am besten man wird von einem der Gastgeber angesprochen. Es ist nämlich nur handverlesenes Publikum anwesend. Klingt elitär, ist es vielleicht auch. Aber andererseits sorgt eine solche Gästepolitik für diese ganz spezielle unglaublich intime und ausschweifende Atmosphäre. Und der Umkleideraum mit Sektpulle im Silbereimerchen ist so unnachahmbar genial. Das ist Luxus!

Also, du willst auf eine solche Party? Dann einfach mal auf der Bitch Ball, auch vom selben Team ausgerichtet, blicken lassen (www.bitchball.de). Dort einen guten Eindruck machen und Spass haben - dann sollte dem Spass in Dortmund nichts mehr im Wege stehen. Die Bitch Ball übrigens, vor allem als Tanzparty, muss ich an dieser Stelle natürlich mit erwähnen. Vor allem die Lounge im Düsseldorfer Gleiswerk mit den leckeren Drinks und den guten Speisen hat es mir angetan. Das Publikum ist wie immer klasse.

Genauso muss ich auch die Tanz und Schmerz II Party von Kinky Beats lobend erwähnen. Lauter tolle Leute und herrliche Musik. Vor allem, weil das Ganze auch noch in einem Schloss stattfand. Da steh ich ja drauf. ;-)

Und wer wie beim German Fetish Ball auch noch einen eigenen Poolraum bieten kann, der ist sowieso ein cooler Veranstalter. Mehr Pools braucht das Latexland. Schliesslich ist es ein erquickliches Gefühl, gummiert baden zu gehen.

Glibber!

Fragen ohne Antwort

Die Zeitschrift Vogue, führendes Organ für Modefreaks und Freunde des textilen Luxus, hat auf eine ihrer Letzten Seiten eine sehr charmante Rubrik. Die Fragen ohne Antwort, interessante und denkwürdige Fragen, gestellt von auserwählten Prominenten aus aller Welt, warten nur darauf vom Leser selbst und immer wieder anders beantwortet zu werden.

Nun möchte ich mal meine persönlchen Fragen ohne Antwort für meine Leser kredenzen:

- Warum trinkst du Alkohol - ist es der Geschmack oder die Wirkung?

- Ist Latex das neue Leder?

- High Heels - mit oder ohne Plateau?

- Gibt es ein Kleidungsstück, welches du von diesem Planeten gerne verbannen würdest? Warum?

- Hast du körperlichen Schmerz schon einmal als angenehm befreiend empfunden?

- Was sind deine Empfindungen zum Thema “Dresscode”?

- Warum wird im 21. Jahrhundert noch geheiratet?

- Freust du dich auf deine Geburtstage, oder fürchtest du diese?

- Warum underdressed?

- Hast du ein Buch in deinem Regal, welches für dich wie ein Antidepressivum wirkt?

- Ist diese Realität wirklich die einzige?

- Kennst du ein Lokal, welches sich seit deiner Jugendzeit optisch nicht verändert hat?

- Gehst du da noch gerne hin?

- Hast du schon einmal eine Mahlzeit genossen, dessen Geschmack du niemals vergessen, und auch niemals wieder entdecken wirst?

- Gibt es eine Landesküche, welcher du tendenziell gar nichts abgewinnen kannst?